Valérie Suty

Die Französische Sopranistin Valérie Suty schloss zuerst ein Musikwissenschaftstudium an der Universität (Sorbonne und Paris VIII) ihrer Heimadtstadt Paris ab, bevor sie 1993 nach Berlin kam, um bei Marianne Fischer-Kupfer und K.S. Uta Priew ihre Gesangsausbildung fortzusetzen.
Kurz danach gab sie (damals noch Mezzosopranistin) ihr Debut an der Komischen Oper Berlin mit der Partie der Smeraldine in Andreas Homokis umjubelter Inszenierung der Liebe zu drei Orangen von Sergej Prokofjew.
Zahlreiche Engagements in Deutschland, Frankreich und Belgien folgten, bevor sie sich 2003 für den Fachwechsel zum jugendlich-dramatischen Sopran entschied. Bei diesem Fachwechsel wurde ihr die Sopranistin Evelyn Herlitzius eine große Hilfe und begleitet sie bis heute in Ihrem Partienstudium.
Seitdem gastierte sie unter anderem als Elettra (Idomeneo) an der Nationaloper Zagreb, Giulietta (Les contes D'Hoffmann) am Chemnitzer Opernhaus, Rosalinde (Die Fledermaus), in Brasilien am Gran Teatro Castel-Alvez in Salvador de Bahia. Im Februar 2007 gab sie am Stadttheater Gießen ihr überregional weit beachtetes Debüt als Salome. Die Partie sang sie seitdem an viele deutschen Bühnen, unter anderem in Passau und Dortmund.
Am Opernhaus Dortmund gab sie auch ihr Rollendebut als Santuzza in Cavalleria rusticana von Mascagni und wurde für diese Partie in der NRW-Kritiker-Umfrage mehrfach als Beste Sängerin 2008 ausgewählt. In der Spielzeit 2008/2009 war sie für die Partie der Königin Nyssia in Der König Kandaules von Alexander Zemlinsky an das Pfalztheater in Kaiserslautern und für die Salome am Goethetheater Bremen engagiert. Weiterhin übernahm sie innerhalb von vier Tagen die Partie der Margarethe in Gounods Faust am städtischen Theatern Chemnitz.
Sie arbeitete unter anderem mit Dirigenten wie Wolfgang Katschner, Niksa Bareza, Andrej Borejko, Michail Jurowski und Fabrice Bollon sowie mit Regisseuren wie Christine Mielitz, Alexander Schulin, Ultz, Arila Siegert, Frank Hilbrich, Henry Arnold. Ausserdem belegte sie während ihrem Studium Meisterkurse bei Anna Raynolds, Régine Crespin und Christa Ludwig.
Der Kammermusik und der Musik unsere Zeit fühlt sie sich genauso verpflichtet wie der Oper. Einige wichtige Stationen während Ihrer Laufbahn waren: Dover Beach von Samuel Barber im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, die Aufführung von Bruckners Messe in f-Moll unter der Leitung von Niksa Bareza, 2006 in der wiedereröffnete Frauenkirche in Dresden und die Aufführung der Kafka-Fragmente von György Kurtág für Sopran und Geige bei der Festival Begegnungen mit Ihrem Ehemann, der Geiger Hartmut Schill. Sie gab zahlreiche Liederabende zusammen mit dem Pianisten Vladimir Stoupel. Von den beiden liegt bei EDA die von der Kritik hochgelobte Einspielung bei Elegie auf die jüdischen Städte mit Liedern von Maurice Ravel,Victor Ullmann, Simon Laks und Hugo Weissgall vor.
Am Oldenburgischen Staatstheater war Valérie Suty bisher als Dame in Paul Hindemiths Cardillac und als Sieglinde in Richard Wagners Die Walküre zu erleben. In der Spielzeit 2011.12 singt sie die Titelrollen in Verdis Aida und Janáceks Kátja Kabanová.