Nina Gühlstorff

Nina Gühlstorff wurde 1977 in Ratzeburg (Schleswig-Holstein) geboren. Sie studierte nach einem einjährigen Polenaufenthalt mit verschiedenen Theaterpraktika Musik- und Sprechtheaterregie an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Seit 2001 arbeitet sie als freie Regisseurin u.a. in Dresden, Heidelberg, Osnabrück, Jena, Magdeburg, Dessau, Mannheim, Karlsruhe und Basel. 2002 absolvierte Nina Gühlstorff ein Gastsemester am Moskauer Theaterinstitut GITIS. Seit 2004 engagiert sie sich vermehrt für die Entwicklungen dokumentarischer Theaterprojekte wie zuletzt SCHWARZWEISS, ein Stadtprojekt um den Fall des in Polizeigewahrsam verbrannten Oury Jallohs am Anhaltischen Theater Dessau. Gemeinsam mit Dorothea Schroeder inszenierte sie Der Dritte Weg, eine theatrale Demonstration, das als exemplarisches Projekt zu Heimspiel 2011 ans Schauspiel Köln eingeladen wurde. Zudem verbindet die beiden die gemeinsame Arbeit als Festivalleiterin: Die beiden Regisseurinnen sind Mitbegründer des Festivals Spieltriebe am Theater Osnabrück, dass sie mehrere Jahre hindurch leiteten, sowie 2011 des Festival Stadt der Zukunft – 1. Karlsruher Dramatikerfestival zur Eröffnung der Spielzeit am Badischen Staatstheater Karlsruhe.
Am Oldenburgischen Staatstheater gab sie mit ihrer Inszenierung von Giuseppe Verdis Aida in der Spielzeit 2010.2011 ihr Regiedebüt. In der laufenden Spielzeit inszeniert Nina Gühlstorff am Jungen Staatstheater die Uraufführung der Kinderoper Frau Meier, die Amsel, die sie als Librettistin mit entwickelt hat.