Karl Prokopetz

Karl Prokopetz studierte sowohl Lehramt als auch Dirigieren an der Hochschule für Musik in München und schloss seine Ausbildung 1992 mit dem Meisterklassendiplom ab. Parallel dazu absolvierte er ein privates Gesangsstudium. Er besuchte Meisterkurse bei Prof. Rolf Reuter (Dirigieren) sowie bei Erik Werba und Helmut Deutsch (Liedbegleitung) und erweiterte seine Ausbildung durch Assistenzen bei Sergiu Celibidache und Sir Colin Davis. Außerdem arbeitete Karl Prokopetz ab 1982 eng mit Enoch zu Guttenberg und seiner »Chorgemeinschaft Neubeuern« zusammen, leitete eigene Oratorienchöre und dirigierte bereits zu dieser Zeit wichtige Werke der Oratorienliteratur (u. a. Mozarts Requiem und das Deutsche Requiem von J. Brahms).
Seine Theaterlaufbahn begann 1991 am Staatstheater Wiesbaden als Solorepetitor und (mit Gastvertrag) lyrischer Tenor. Ab 1992 folgten Engagements am Staatstheater Hannover (Solorepetitor und Kapellmeister), sowie (ab 2001) am Theater Erfurt als 1. Kapellmeister und stellvertretender GMD. Von 2006 bis 2009 war Karl Prokopetz Musikdirektor am Theater Hof, seit der Saison 09.10 ist er GMD am Theater Vorpommern. Während seiner Laufbahn arbeitete er bereits mit einer Reihe bedeutender Künstler zusammen, so zum Beispiel mit den Regisseuren Werner Herzog, John Dew, Andreas Homoki und Giancarlo del Monaco, dem Bariton Olaf Bär sowie dem Trompeter Gabor Boldoczki.
Sein dirigiertes Repertoire umfasst sämtliche Epochen von der Klassik bis in die Moderne und schließt dabei auch eine Reihe international viel beachteter Ur- und Erstaufführungen mit ein (u. a. Cong Su: Cuba libre, UA; Stanley Walden: Bachs letzte Oper, UA; John Corigliano: The Ghosts of Versailles (europ. EA); Christian Jost: Death knocks, szen. EA).
Großen Erfolg hatte Karl Prokopetz 1999 mit der Produktion von Ligetis Le Grand Macabre am Teatro Nacional de Sao Carlos in Lissabon. Zudem übernahm er die Leitung der Oper Gilgamesh von Volker David Kirchner, einem Auftragswerk für die Weltausstellung Expo 2000 in Hannover.