Irina Wischnizkaja

Irina Wischnizkaja wurde in Gomel (Weißrussland) geboren. Dort erhielt sie am Musikkollegium bei N. Wroblewskaja ihre erste Musikausbildung. Ab 1993 folgte das Gesangsstudium an der Musikakademie Minsk bei Prof. T. Niznikowa, woran sich von 1996 bis 1998 ein Studium an der Musikhochschule Köln bei Prof. N. Usselmann-Kock (Gesang) anschloss. Nach erfolgreich bestandenem Abschlussdiplom wurde Irina Wischnizkaja Finalistin im Internationalen Gesangswettbewerb der italienischen Oper I Cestelli und kam auch im Internationalen Gesangswettbewerb Köln (Stiftung Helga und Paul Hohnen) in die Endrunde. Im selben Jahr gewann sie den 3. Preis im Landeshochschulwettbewerb NRW (Sängerpreis der Stadt Bergheim) und sang 1999 die Hauptpartie in der Uraufführung der Oper Massakerspiele (nach Ionesco) von Ralf Soiron an der Musikhochschule Köln.
Es folgten Gastengagements als Solistin an der Oper Köln (Feuer/Nachtigall in Ravels Das Kind und der Zauberspuk, die gute Fee in Respighis Dornröschen) und in den Jahren 2001/2002 ein Gastengagement als Solistin am Stadttheater Bremen (Papagena in Die Zauberflöte und Barbarina in Figaros Hochzeit sowie Stimme des Herrn in Corbetts Uraufführung Noach). Danach wurde Irina Wischnizkaja fest als Solistin am Stadttheater Bremen engagiert (Lenio in Martinus Griechische Passion, Esmiralda in Die verkaufte Braut, Harey in Obsts Solaris, Hahn und Eichelheer in Das schlaue Füchslein von Janáček und Hirt in Tannhäuser). 2003 führten sie Gastengagements an die Staatsoper in Toulon, Südfrankreich (Blondchen in Die Entführung aus dem Serail), und an das Stadttheater Gera/Altenberg (Julietta in Korngolds Die tote Stadt). In den Jahren darauf sang sie als Gast an der Hamburger Staatsoper und am Stadttheater Osnabrück. Außerdem wirkte Irina Wischnizkaja bei zahlreichen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen mit, z.B. im Dokumentarfilm Leuchtende Liebe - Lachender Tod (Arte/ZDF, Ausstrahlung bei den Bayreuther Festspielen 2004), und trat bei Konzerten in ganz Europa auf.
2007 und 2008 erhielt sie ein Gastengagement an der Opera en il convento auf La Palma und sang auch auf Gran Canaria und Lanzarote (Anna in Nabucco, in Mozarts Requiem und bei Lieder- und Arienabenden).
Seit 2004 hat Irina Wischnizkaja ein Festengagement als Solistin am Oldenburgischen Staatstheater. Hier sang sie bisher u.a. die Hauptpartie der deutschen Erstaufführung Tea von Tan Dun, Adina in Der Liebestrank von Donizetti, Julia in Der Vetter aus Dingsda von Eduard Künneke, Servilia in Titus, die Königin in Rimski-Korsakows Der goldene Hahn, Najade in Ariadne auf Naxos, Constance in Les dialogues des Carmélites von Poulenc, Eurydice in Glucks Orfée et Eurydice, Irina in Drei Schwestern von Eötvös, Violetta in La Traviata und Leonore in Der Troubadour.
In dieser Spielzeit ist Irina Wischnizkaja als Cio-Cio-san in Madama Butterfly, als Gerhilde in Die Walküre sowie als Tosca in Puccinis gleichnamiger Oper zu erleben.