Die Stimmung und auch die Bewegungen werden immer aufgeheizter, aggressiver und expressiver und stehen in einem seltsamen Kontrast zu der ruhigen, klaren Barockmusik, die solche Gefühlsausbrüche nicht kennt. Erstaunlich, aber es passt zusammen.
(Weser Kurier)
Die Norwegerin Ingun Bjørnsgaard hat sich mit ihrer Bewegungssprache voller Poesie und hintergründiger Theatralität einen Namen gemacht. Ihre atmosphärischen Bilder und der Sinn für das Doppelbödige zeigen ihre Arbeiten in der geistig-kulturellen Tradition ihrer skandinavischen Heimat, der eines Henrik Ibsen oder Ingmar Bergman.
Die Menschen, die den Bühnenraum von Thomas Björk beleben, sind flüchtige Wesen; was eben noch fassbar war, wird unfassbar, Greifbares zum Ungreifbaren. Dynamische Gruppensequenzen wechseln sich mit zarten Pas de deux ab. Das eine löst sich wunderbar im anderen auf. Die Choreografin kontrastiert Barockmusik von Georg Philipp Telemann oder Georg Friedrich Händel mit zeitgenössischer Musik des Komponisten Per Henrik Svalastog, die eigens für Largo entstanden ist.
Ingun Bjørnsgaard zählt zu den herausragenden Tanzpersönlichkeiten Nordeuropas. In den vergangenen Spielzeiten choreografierte sie unter anderem für das Königlich Schwedische Ballett in Stockholm, das Ballett der Komischen Oper Berlin und das Norwegische Nationalballett in Oslo.



