Mit Wucht setzt Jan Pusch ein und hält die Spannung bis zum Schluss, ein einziger Höhepunkt, der wenige Zäsuren kennt. Dazu eine donnernde Musik- und Geräuschcollage, von Beat Halberschmidt komponiert [...]. Die Dynamik und Aggressivität der Bewegungen passt zum Titel des Stückes.
(Nordwest Zeitung)
Die Bezeichnung »Friendly Fire« entstammt dem US-amerikanischen Militärjargon und beschreibt den versehentlichen Beschuss eigener oder befreundeter Truppen. Choreograf Jan Pusch setzt den Begriff ein, um sich mit der Tanzcompagnie Oldenburg dem zu nähern, was man auch als »die Kehrseite der Medaille« in unserem Leben beschreiben könnte. Geleitet durch den Glauben, dass wir durch unser beharrliches »Schneller-Höher-Weiter« die beste aller möglichen Welten erschaffen können, erfinden wir ständig unser Universum neu. Doch auch jede noch so ausgefeilte Strategie wirft uns gnadenlos zurück auf die Frage: Will ich das wirklich?
Beat Halberschmidt hat für Oldenburg begleitend zu den Proben von Friendly Fire einen seiner viel gelobten Soundtracks komponiert. Nach den großen Erfolgen von How do you do?! und Final Fiction bietet auch die neue Produktion von Jan Pusch und dem Oldenburger Ensemble ein unverwechselbares Geflecht aus akustisch-visueller Verführung, gesellschaftlicher Brisanz und - natürlich - hochdynamischem Tanz.


