Mit 'Welche Droge passt zu mir?' hat der gebürtige Hamburger Autor Kai Hensel (44) eine nachdenkliche Vorlage geliefert, die Regisseurin Andrea Udl mit der richtigen Dosis Ironie versieht. Schauspielerin Caroline Nagel mischt einen schmackhaften Cocktail aus Humor und wahnwitziger Tragik.
(Nordwest Zeitung)
Hanna steht mitten im Leben. Sie ist verheiratet, Mutter eines kleinen Jungen und glänzt als vorbildliche Hausfrau. Sie lebt mit ihrer Familie in einem schönen Haus und vertraut auf die Weisheiten Senecas. Außerdem ist sie Expertin für alle Sorten von Drogen. Ob Alkohol, Ecstasy, Haschisch, Kokain, Heroin, Ketamin, Nikotin, LSD, Pilze oder Speed. Hanna kennt sie alle, denn sie konsumiert inzwischen die ganze Palette. In ihrem Vortrag legt sie anschaulich dar, dass die kontrollierte Einnahme von Drogen nicht nur harmlos, sondern für das eigene Wohlergehen geradewegs erforderlich sei...
Gut, inzwischen stellt auch sie gewisse Nebenwirkungen an sich fest, aber alles in allem nichts, was sie irgendwie beängstigen müsste, denn »wir wollen ein glückliches Leben. Wir wollen Liebe und Liebe kostet Kraft.« Hanna weiß wovon sie redet. Schließlich hält sie sich ja an Seneca: »Nur Kleinmütige und Schwächlinge wählen den sicheren Pfad. Der Held geht über den Gipfel.«
Der Autor Kai Hensel ist Preisträger des Schiller-Gedächtnispreises. Für sein Stück Klamms Krieg, das erfolgreich am Oldenburgischen Staatstheater aufgeführt wurde, erhielt er 2002 den Deutschen Jugendtheaterpreis. Welche Droge passt zu mir? wird von Andrea Udl in Szene gesetzt, die am Oldenburgischen Staatstheater bereits Ganz schön viele Torten, Twee sünd een toveel und Pik As för den Dood inszenierte.

