Mutter Courage und ihre Kinder

von Bertolt Brecht

Eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg mit Musik von Paul Dessau (1939)

Besetzung:

Inszenierung: Malte Kreutzfeldt
Ausstattung: Nikolaus Porz
Musikalische Leitung: Gunnar Greszik
Dramaturgie: Matthias Grön, Anna-Lena Schulte

Mutter Courage: Gaby Pochert
Kattrin: Rika Weniger
Eilif: Klaas Schramm
Schweizerkas: Sascha Grüb
Yvette: Eva-Maria Pichler
Feldprediger: Thomas Lichtenstein
Koch: Thomas Birklein
Feldhauptmann: Norbert Wendel
Werber/Obrist/Bauer: René Schack
Bauernmädchen: Neele Müller
Junger Mann/Fähnrich: Finn Lakeberg
Musiker: Gunnar Greszik, Bino Engelmann, Sascha Müller

Es ist in erster Linie handwerklichen Fertigkeiten geschuldet, dass der Zynismus des Krieges […] sinnhaft erfahrbar wird: Eine überzeugende Figurenführung trifft auf authentisches Schauspiel. So lässt Gaby Pochert hinter dem burschikosen Auftreten ihrer Mutter Courage mütterliche Züge durchscheinen ohne dabei die Grenze zum Sentimentalen zu überschreiten. Das unbeirrbare Festhalten am Krieg als beste, weil rendite-trächtige Lebensform erhält bei Pochert eine verstörende Logik: Wer gewohnt ist, sein Handeln stets auf das nächste Geschäft auszurichten, verdrängt auch den Tod der eigenen Kinder.
(Kreiszeitung Syke)

Anna Fierling, genannt Mutter Courage, ist »eine Hyäne des Schlachtfeldes«. Sie versucht ihren Schnitt in einer vom Krieg geprägten Zeit zu machen, in der sich unerbittlich zeigt, dass Recht und Unrecht kaum etwas mit Gerechtigkeit zu tun haben. Doch der andauernde Krieg ruiniert die Konjunktur und damit schließlich auch ihr Geschäft. Als Mutter muss sie zudem miterleben, wie ihre drei Kinder nacheinander an ihren jeweiligen Tugenden zerbrechen. Bertolt Brechts historischer Bilderbogen ist eine leidenschaftliche Absage an jede Form von Krieg und Geschäfte mit dem Tod.