Den Auftakt von Go West machten Deutsche Erstaufführungen: Bunt und poppig erzählt Regisseur Ekat Cordes in Condor Unlimited von Dramatiker Pieter De Buysser die Geschichte verlorener Seelen bei einer nächtlichen Begegnung in einer Zentrale eines großen Kurierunternehmens. Stringent und einfühlsam zeigt Regisseurin Krystyn Tuschhoff in Strandgut von Rob de Graaf die Geschichte eines Paares, das sich in die Einsamkeit zurückzieht, um über den Unfalltod einer Freundin hinwegzukommen.
(Die Welt)
Condor Unlimited
von Pieter De Buysser
Nachts wird die Zentrale von Condor Unlimited, der zweitgrößte Kurierfirma der Welt, zum Treffpunkt für zerrüttete Seelen. Anke, eine brilliante Studentin, aber ohne Ambitionen und Yves, Ankes zynischer Ex-Ex-Ex, freunden sich mit Fleur an, die ihnen nachts chinesisches Essen liefert. Die drei teilen an diesem Ort Liebe, Leid und Take away. Die finstere Transitzone toleriert ihre Ratlosigkeit und Unentschiedenheit, und schützt sie vor dem Leben »da draußen«. Bis sich eine Aufgabe ankündigt. Sie bekommen die Chance an einer großen und mitreißenden Geschichte teilzunehmen...
Strandgut (DSE)
von Rob de Graaf
Ruprecht und Thalassa tauschen ihr Appartement in der Stadt mit einer Scheune auf einer Watteninsel und nehmen einen veganen Lebensstil an. Der Umzug ist nicht nur eine Laune, sondern Flucht vor der Vergangenheit. Es stellt sich heraus, dass eine gemeinsame Freundin nach einer durchzechten Nacht bei ihnen zu Hause einen tödlichen Unfall hatte. Schuld und Scham darüber treiben sie an diesen abgelegenen Ort. Auf den Designermöbeln ihrer zur Wohnung umgebauten Scheune, so weit wie möglich voneinander entfernt, stürzen sie sich in ein bitteres Duett von Vorwürfen.

