Wenn gutes Theater Theater ist, das einen nicht loslässt, das den Blick zwei Stunden lang zur Bühne zwingt, das Herzklopfen macht und einen bis nach Hause und in den Schlaf verfolgt, dann ist „Breaking The Waves“ ein Beispiel für gutes Theater. Ach was: für allerbestes Theater!
(Nordwest Zeitung)
Bess sei dumm, sagen die Bewohner eines kleinen Fischerdorfes an der schottischen Küste und wundern sich umso mehr, als ein Fremder Bess heiraten will. Fremde sind in der Dorfgemeinschaft nicht willkommen, zumal Jan Nyman, der auf der nahe gelegenen Bohrinsel arbeitet, noch dazu ein Ungläubiger ist. Und der Glaube an Gott ist die tragende Säule dieser Gemeinschaft, in die sich die Außenseiterin Bess mit ihrer tiefreligiösen Einstellung einzugliedern versucht. Nach der Hochzeit blüht Bess regelrecht auf. Ihr Glück ist jedoch nur von kurzer Dauer, da Jan auf die Bohrinsel zurück muss. Da betet Bess zu Gott, er möge Jan zurückschicken. Als dieser kurz darauf querschnittsgelähmt wiederkehrt, gibt Bess sich die Schuld und ist bereit, jedes Opfer für Jans Heilung zu erbringen.
Der gefeierte dänische Filmemacher Lars von Trier erzählt in Breaking the Waves die Passionsgeschichte der jungen Bess, deren uneingeschränkter Glaube und deren leidenschaftliche Liebe unsere vernunftregierte Welt hinter sich lassen. Der vielfach ausgezeichnete Film ist der erste Teil der sogenannten »Golden Heart Trilogie«, zu der auch die Filme Idioten und Dancer in the Dark gehören. Breaking The Waves wird von Anna Bergmann in Szene gesetzt, die in Oldenburg zuletzt Madame Butterfly und Viel Lärm um Nichts inszenierte.

