Eine rundum zauberhafte Oper. Die Kammeroper 'Die Welt auf dem Mond' gefällt mit zauberhaften Bildern, sinnlichen Arien, humorvollen Dialogen und nicht zuletzt einer elektrisierenden Musik. [...] Das Ergebnis: Eine kleine, aber feine Kabinettinszenierung! Zu Recht viel Applaus für Sänger, Orchester und Regie.
(BILD Bremen)
Astradamus liebt Clarice, und Ernst liebt Flaminia. Die Damen wollen auch und so ist eigentlich alles in Butter. Wäre da nicht der Vater der Mädchen, der Unternehmer Bohnsack. Er will seine Töchter mit reichen Männern seiner Wahl verheiraten. Und selbst hat er ein Auge auf sein Dienstmädchen Lisetta geworfen, weshalb er ihr auch die Heirat mit Ernsts Diener Chicco verbietet. Ein Plan muss her: Astradamus bringt Bohnsack ein Fernrohr, mit dem er angeblich den Mond ganz nahe sehen kann. Bohnsack blickt hindurch und ist begeistert vom Leben der Mondmenschen: Dort interessieren sich junge Mädchen für ältere Herren, und Eisen kann gegen Gold getauscht werden - ein Traum! Mitsamt einem ganzen Koffer voll Alteisen will er sofort auf den Mond. Astradamus hat den passenden Zaubertrank parat (ein Schlafmittel), der Bohnsack auf den Mond bringen soll. Als dieser eingeschlafen ist, erklärt Astradamus seinen Plan: Bohnsack bekommt von den Freunden eine Mondwelt vorgespielt, in der er zum Mond-Oberhof-Zeremonienmeister gemacht wird.
In Amt und Würden soll er dann den ganzen Hofstaat verheiraten - Astradamus und seine Freunde. Kaum aufgewacht, ist Bohnsack von der neuen Welt vollkommen überzeugt, der Plan scheint aufzugehen. Und da er Unternehmer ist, riecht er das ganz große Geld: Die Mondwelt muss vermarktet werden! Ein Luna-Park wird eröffnet…
Joseph Haydns Opera buffa Il mondo della luna nach einer Komödie von Carlo Goldoni ist über 200 Jahre nach ihrer Entstehung immer noch so witzig wie treffend: Wer erträumt sich nicht ab und an die eigene »Welt auf dem Mond«, um der schnöden Realität zu entfliehen? Günter Steinkes Bearbeitung verleiht der Haydn´schen Komödie ein modernes Gesicht und holt Goldonis Geschichte in unsere Gegenwart.
Nachwuchsregisseur Sebastian Ukena stellt sich mit dieser Inszenierung erstmals dem Oldenburger Publikum vor.
Weitere Pressestimmen
Die Musik verfärbt und verfremdet sich über Glissando-Effekte und Schlagzeug-Unterstreichungen bis hin zu Clustern, je skurriler die Handlung wird. Verblüffender Weise aber bleibt der Grundton Haydn, trotz anderer Ausleuchtungen. Und das ist auch der Duktus, den Dorsch und das reduzierte Staatstorchester seitlich der Bühne so nuancenreich und mitreißend aufnehmen.
Fast mozartscher Schwung und ein effektvolles Finale sichern den Erfolg auch für das Sängerensemble. Es vermag Knalleffekte ebenso auszukosten wie zarte Inständigkeit [...]
(Nordwest Zeitung)

