Die Piraten

von Arthur Sullivan

Komische Oper in zwei Akten (1879)
Libretto von William Schwenk Gilbert

In der Broadway-Fassung des New York Shakespeare Festival (1981)
- in deutscher Sprache -

Besetzung:

Musikalische Leitung: Jason Weaver
Inszenierung: Andrea Schwalbach
Ausstattung: Anne Neuser
Chöre: Thomas Bönisch
Dramaturgie: Katharina Ortmann
Licht: Herbert Janßen

Piratenkönig: Paul Brady
Major General: Derrick Ballard
Polizei-Sergeant: Henry Kiichli
Frederick: Michael Pegher
Samuel: Andreas Lütje
Ruth: Ks. Marcia Parks/Friederike Hansmeier
Mabel: Sarah Papadopoulou

Opern- und Extrachor des Oldenburgischen Staatstheater

Hoch schlagen auf der Bühne die Wogen in Arthur Sullivans Musical-Operette-Oper “Die Piraten”. Regisseurin Andrea Schwalbach macht sie zum vielleicht köstlichsten Heckmeck seit Jahren am Staatstheater. Für solchen Nonsens braucht eine Regie eine Vison, handwerkliche Perfektion und große Liebe zum Sujet. Alles bringt Schwalbach mit. [...] Die Dosis an trockenem Humor, Kopfständen, dezent angerührtem Gefühl und schlagendem Wortwitz stimmt. [...] So endet hier die Sache wie manchmal auf St. Pauli: Alle feiern fröhlich ein gewonnenes Spiel!
(Nordwest Zeitung)

Jung-Pirat Frederick kann endlich in die Reihen der »echten« Seeräuber aufsteigen. Es wird wild gefeiert auf dem Schiff der Piraten. Wenn das kein Grund zum Feiern ist. Von wegen! Spießer werden, das ist der Traum von Frederick, dessen Amme Ruth einst den letzten Wunsch seiner Eltern falsch verstand: Sie hatten ihrem Sohn keineswegs einen Platz als »Pirate« (also Pirat), sondern als »Pilot« (also Lotse) zugedacht. Ruths Verhörer war allerdings nicht ganz uneigennützig, denn sie sieht in Frederick längst einen potentiellen Ehekandidaten. Und da Frederick noch nie eine andere Frau zu Gesicht bekommen hat, gibt es dagegen zunächst auch nichts einzuwenden. Zunächst - denn unmittelbar nach seiner Freilassung stolpert Frederick geradewegs in die reizende Töchterschar des Generalmajors Stanley...

Der 1842 in London geborene Arthur Sullivan, der einen Teil seiner Studienzeit in Deutschland verbrachte, galt zu seiner Zeit als bedeutender Komponist auch ernster Musiktheaterstücke. Doch wäre Sullivan als Komponist heute wohl kaum noch bekannt, hätte er sich nicht mit dem genialen Nonsens-Reimer, Karikaturisten, Regisseur und Librettisten William Schwenk Gilbert zusammengetan. Im Team brachten sie zahlreiche unterhaltsame Erfolgsstücke auf die Bühne des Londoner Savoy Theatre. Sullivans schmissige Musik lässt an irische Shantys ebenso denken wie an die Melodien Kurt Weills. Und die satirische Treffsicherheit W. S. Gilberts, die sich ursprünglich auf typische Missstände des Empires bezog, reizt bis heute die Lachmuskeln.

Die Regisseurin Andrea Schwalbach inszenierte am Oldenburgischen Staatstheater bereits Mauricio Kagels Lieder-Oper Aus Deutschland und Drei Schwestern von Peter Eötvös. Mit Die Piraten widmet sie sich ihrer zweiten Leidenschaft, der Operette.

Weitere Pressestimmen

»Regisseurin Andrea Schwalbach hat den Jux fürs Oldenburgische Staatstheater in einer witzigen, turbulenten Inszenierung höchst kurzweilig umgesetzt. […] Der Choreograf Cedric Lee Bradley hat ganze Arbeit geleistet, so virtuos lässt er die Puppen – pardon, die Piraten – tanzen und über die Bühne wirbeln.«
(Weser Kurier)

»Diese „Piraten“ sind einfach überwältigend: hinreißend „wilde Kerle“ (und „zarte Mädchen“), die – kaum dass die Totenkopffahne gehisst ist – Bühne und Theaterpublikum auch schon erobert haben. Mit der Komischen Oper des britischen Erfolgsduos Gilbert und Sullivan präsentiert das Oldenburgische Staatstheater zwei Stunden amüsante Nonsens-Unterhaltung in einfallsreichen bunten Bildern und gekonnten musikalischen Parodien.

Köstlich locker-leichtes Sommertheater eben, das sich nicht zuletzt durch überschäumende Spielfreude aller Beteiligten auszeichnet. Bei der Premiere gab es verdientermaßen lang anhaltenden Beifall und mehrer Vorhänge.«
(Diabolo)