Die Zauberflöte

Deutsche Oper in zwei Aufzügen (1791) von Wolfgang Amadeus Mozart
Dichtung von Emanuel Schikaneder

Besetzung

Musikalische Leitung: Thomas Dorsch
Inszenierung: Niklaus Helbling
Bühne: Dirk Thiele
Kostüme: Victoria Behr
Video: Elke Auer
Choreografische Mitarbeit: Maria Walser
Chor: Thomas Bönisch
Licht: Herbert Janßen
Dramaturgie: Katharina Ortmann

Sarastro: Yorck Felix Speer, Andrey Valiguras
Tamino: Daniel Ohlmann, Stefan Heibach
Sprecher/1. Priester: Peter Felix Bauer, Henry Kiichli
2. Priester: Andreas Lütje
3. Priester: Anthony Gardiner, Sandro Monti
Die Königin der Nacht: Dorothea Maria Marx, Estelle Kruger
Pamina: Mareke Freudenberg, Inga-Britt Andersson
1. Dame: Angela Bic
2. Dame: Linda Sommerhage, Ks. Marcia Parks, Friederike Hansmeier
3. Dame: Annekatrin Kupke
3 Knaben: Mitglieder des Tölzer Knabenchores
Papageno: Paul Brady
Papagena: Ingela Onstad
Monostatos: Michael Pegher
1. Geharnischter Mann: Alexey Kosarev, Mykola Pavlenko
2. Geharnischter Mann: Andrey Valiguras, Dietmar Renner

Opernchor und Statisterie des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester

Vorstellungen

März: Fr 2., So 4., So 11., Sa 17.
April: Di 17., Sa 21.
Mai: So 6., So 13., Do 24.
Juni: Fr 15.

»Mit großer Liebe zum Detail erzählt Niklaus Helbling die Geschichte des Fürsten Tamino, der seine Geliebte Pamina aus den Klauen des bösen Sarastro befreien soll. Thomas Dorsch lässt das Stattsorchester frisch aufspielen. Das Sängerensemble zeigt sich bestens bei Stimme und begeistert. Am Ende ein begeistertes Publikum - der Rückzug in die Stadt ist geglückt.« (BILD Bremen)

Der Schweizer Germanist Peter von Matt hat Mozarts »Große Oper in zwei Aufzügen«, wie der Komponist sie selbst im Autograf zur Uraufführung 1791 nennt, als »großes Rätselwerk unserer Kultur« bezeichnet, »funkelnd vor Zweideutigkeit und Hintersinn«.
Regisseur Niklaus Helbling, der in der Spielzeit 2009.10 das Oldenburger Publikum mit dem Lamento-Abend Nachtwache bereits in seine tiefsinnig-sinnlichen Traumwelten entführte, folgt in seiner Inszenierung dem Protagonisten der Oper Tamino in einen Traum, indem dieser phantastische, aber existentielle Prüfungen durchlebt. Die Regie greift dabei das zentrale Thema der Zauberflöte auf: Der Prüfungsweg als Initiationsritus eines jungen Menschen in eine neue, geheimnisvolle Welt, der auch die Erfahrung der Liebe beinhaltet.
Helblings Zauberflöte spielt in einem fiktiv-phantastischen Bahnhof: »Der Bahnhof ist ein transitorischer Ort, geprägt von Technik, Fahrplan, vor allem aber von Aufbruch und Veränderung. Der Bahnhof bringt Menschen auf den Weg. Die Maschinenwelt des Bahnhofs ist aber auch ein Raum der Populärkultur, der phantastischen Literatur, der historisch inspirierten Science Fiction. Ich finde es nahe liegend, ein so populäres, märchenhaftes Werk wie Die Zauberflöte mit den populären Mitteln des Fantasy-Genres zu erzählen«.
Mit Mozarts Zauberflöte wird die frisch renovierte und technisch erneuerte Bühne des Staatstheaters zurückerobert. Gemeinsam mit Dirk Thiele, der Kostümbildnerin Victoria Behr, der Videokünstlerin Elke Auer, dem Chor und Ensemble des Oldenburgischen Staatstheaters und der Choreografin Maria Walser wird Niklaus Helbling die Möglichkeiten der alten neuen Bühne mit Lust erkunden und sie zum Leben erwecken. Die Musikalische Leitung der Produktion hat Thomas Dorsch inne, musikalischer Oberleiter am Oldenburgischen Staatstheater.