Minutenlang spendete ein begeistertes Publikum dem Emsemble der August-Hinrichs-Bühne Applaus, das mit De Schimmelrieder eine gelungene Premiere feierte...knapp 80 Minuten fesselndes Theater, das den Mitwirkenden alles abverlangt.
(Nordwest Zeitung)
Hauke Haien ist fasziniert vom Zusammenspiel von Mensch und Natur. Der Gelehrsame erkennt die Gefahren der See für die Küstenbewohner und entwickelt ein neuartiges Modell für den Deichbau. Doch sein fortschrittliches Denken wird von der Dorfgemeinschaft verhöhnt, nicht zuletzt von seinem Widersacher Ole Peters. Dieser ist von Eifersucht und Neid geplagt, denn Hauke vermählt sich mit Elke, der Tochter des Deichgrafen, und tritt daraufhin auch noch dessen Nachfolge an. Gegen alle Widerstände lässt Hauke Haien einen neuen Deich bauen. Den Dorfbewohnern ist der neue Deichgraf ein Dorn im Auge. Isolation und Krankheit schwächen Haukes Widerstandskraft. In einem Augenblick der Verzagtheit beugt er sich seinem Gegenspieler Ole Peters und vernachlässigt den alten Deich, der rechts und links des neuen Deiches weiter verläuft. Diese Entscheidung soll ihre Konsequenzen haben: Bei einer schweren Sturmflut bricht der alte Deich und die hereinschießenden Wassermassen reißen Haukes Frau in den Tod. Verzweifelt stürzt er sich mit seinem Schimmel hinterher. Seither prescht in stürmischen Nächten eine unheimliche Erscheinung über den Deich...
Regie führt Michael Uhl, der in Oldenburg u.a. die mit dem Willy-Beutz-Preis ausgezeichnete Produktion Geesche Gottfried sowie In de Möhl, Mütter und Zugvögel inszenierte.

