Es ist ein wunderbar grotesker Sängerwettstreit, weniger wegen der Lieder selbst als wegen der präzisen Charakterstudien. (...) So führt diese geglückte Gratwanderung zwischen knackigen Pointen und leisen Überlegungen zum wohlbekannten Ziel: der Erkenntnis, wie unmöglich es ist, gesellschaftliche Überzeugungen konsequent auf das eigene Leben zu übertragen. (Kreiszeitung)
Die Marseillaise? Die Internationale? Auferstanden aus Ruinen? Kann man zumindest mitsummen. Brüder, zur Sonne zur Freiheit? Arbeiter, Bauern, an die Gewehre? Da wird es schon um einiges schwieriger. Und was um Gottes Willen sollen uns historische Arbeiter- und Soldatenlieder heute noch erzählen?
Neun Schauspieler und vier Musiker begeben sich auf das gefährliche Terrain des politischen Liederabends: Mit Demut und Respekt, mit Mut und Ernsthaftigkeit, mit Lakonie und Lust am Widerstand. Um am Ende zu erkennen, dass zwar alles genauso kompliziert ist wie befürchtet, aber irgendwie trotzdem auch Spaß machen kann.
Marx macht mobil ist ein explosiv-musikalischer Abend über Aufstand und politisches Bewusstsein. Musikalische Denkanregungen geben Rio Reiser und Ernst Busch, Bob Marley und Konstantin Wecker, Deichkind und Bach, die Beatles, Tocotronic und viele mehr.



