Krabat (NDE)

Von Otfried Preußler
Bühnenfassung von Nina Achminow (1971/ 1994)
Niederdeutsch von Cornelia Ehlers

ab 13+ Jahren

Besetzung

Inszenierung: Michael Uhl
Ausstattung: Lea Tenbrock
Choreografie: Tomas Bünger
Dramaturgie: Catharina Hartmann

Müllermeister: Hajo Freitag
Krabat: Pascal Oetjegerdes
De Oosterfamke: Annika Printz
Tonda: Sven Gerstmann
Juro: Jakob Rohde
Haye: Marlon Tiarks
Ari: André Janacek
Stigand: Patrick Tusk
Petter: Holger Schulz
Matten: Luca Ike
Gevatter: Clemens Larisch
Pumhutt: Gert Prahm
Blaschke: Walter Korfé
Lienhop: Herwig Dust
Sternsinger: Björn Müller, Thorge Cramer, Jan-Hendrik von Minden, Nicolas Thomsen, Jendrik Ische

Die Spielfreude der Gesellen ist mitreißend, Gestik und Mimik sind in den Tanz- und Arbeitsszenen besonders ausdrucksstark. Im Zusammenspiel mit Licht, Ton und Ausstattung passt einfach alles zusammen.
Gebannt verfolgt das Publikum von Anfang bis Ende das Geschehen und feiert die Meisterleistung des Ensembles mit einem minutenlangen, frenetischen Schlussapplaus. Großes Theater im Kleinen Haus - einfach zauberhaft. (Nordwest Zeitung)

»Kumm mit na Swartbek in de Möhl, dat warrt dien Schaden nich ween!« Von einer unbekannten Macht angezogen folgt der junge Krabat dem Ruf dreier Raben und verpflichtet sich, beim Müllermeister in die Lehre zu gehen. Sieben Lehrjungen erlernen das Handwerk in der Mühle, doch wird dort nicht nur Korn gemahlen, sondern auch die schwarze Magie gelehrt. Die Faszination der Zauberkunst zieht Krabat in seinen Bann, aber die Macht, zaubern zu können, hat ihren Preis: Der Müllermeister steht im Pakt mit dem Bösen, in jeder Silvesternacht fordert der Gevatter des Müllers einen der Gesellen als Opfer. Als Krabat seinen Freund Tonda verliert, beschließt er, gegen den Meister zu kämpfen. Kraft gibt ihm die Liebe zu einem Mädchen, nur gemeinsam mit ihr kann er sich und die anderen Lehrjungen aus dem Bann des Meisters befreien.

Otfried Preußlers Roman Krabat gründet auf einer sorbischen Volkssage aus dem 17. Jahrhundert und wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Jugendromane. Über sein Werk, das unter anderem mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet und in über 30 Sprachen übersetzt wurde, schreibt er: »Mein Krabat ist […] meine Geschichte, die Geschichte meiner Generation und die aller jungen Leute, die mit der Macht und ihren Verlockungen in Berührung kommen und sich darin verstricken.«

Der leitende Regisseur des Niederdeutschen Schauspiels, Michael Uhl, bringt diesen fantastischen Stoff auf die Bühne und erzählt mit jungen Menschen aus der Region die Geschichte über das Erwachsenwerden, in der die Liebe über die Macht des Bösen siegt.