5. Sinfoniekonzert
Shakespeare inspiriert
Hector Berlioz * Ouvertüre Le roi Lear, op. 4
Fredrik Schwenk * Konzert für Violoncello und Orchester (UA)
Robert Schumann * Ouvertüre zu Shakespeares Julius Cäsar f-Moll, op. 128
Joseph Haydn * Sinfonie Nr. 98 B-Dur, Hob.I: 98
Hector Berlioz lernte 1831 in Rom Felix Mendelssohn Bartholdy kennen und die beiden jungen Komponisten entdeckten ihre gemeinsame Shakespeare-Begeisterung. Mendelssohn hatte fünf Jahre zuvor mit der Ouvertüre zum Sommernachtstraum eines seiner frühen Meisterwerke geschaffen und Berlioz schrieb gerade an seiner Ouvertüre zu Shakespeares König Lear – eines von mehreren seiner Werke mit Bezug auf den großen englischen Dramatiker. Es entstand eine Künstlerfreundschaft, die Berlioz den Kontakt in die deutsche Musikmetropole Leipzig vermittelte, als Mendelssohn dort als Gewandhauskapellmeister wirkte. Hier wurde mit Robert Schumann ein weiterer Shakespeare-Verehrer zum publizistischen Streiter für Berlioz’ Musik in Deutschland und hierher führte Berlioz dann auch seine erste Deutschlandreise im Jahr 1843.
Auch das zweite Shakespeare-Programm der Spielzeit stellt Kompositionen der Romantik ein Werk der Gegenwart zur Seite. Es ist die Uraufführung des Konzerts für Violoncello und Orchester, das der an der Hamburger Musikhochschule als Professor tätige Komponist Fredrik Schwenk dem Cellisten Niklas Schmidt auf den Leib schreibt. Dieser lehrt ebenfalls als Professor in Hamburg und machte sich unter anderem einen Namen als Mitbegründer des international renommierten Trio Fontenay. Das um Haydns Londoner Sinfonie Nr. 98 ergänzte Programm des fünften Sinfoniekonzerts wird dirigiert von Marcus Bosch. Er ist einer der erfolgreichsten deutschen Dirigenten seiner Generation, aktuell als Generalmusikdirektor am Staatstheater Nürnberg tätig.
Dirigent: Marcus Bosch
Solist: Niklas Schmidt (Violoncello)
10. und 11. März 2013
Großes Haus



