4. Sinfoniekonzert

Rule Britannia

Georg Friedrich Händel * Concerto Grosso in D-Dur, op. 3 Nr. 6 HWV 317
Johann Christian Bach * Sinfonie Es-Dur, op. 18 Nr. 1 C26
Wolfgang Amadeus Mozart * Sinfonie Nr. 2 D-Dur, KV 19
Edward Elgar * Enigma Variationen, op. 36

London war über Jahrhunderte hinweg ein europäisches Musikzentrum ersten Ranges. Aber erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde das englische Musikleben wieder durch Komponisten geprägt, die wie Edward Elgar auch im Vereinigten Königreich geboren waren. Dessen Enigma Variationen sind eines seiner bekanntesten Orchesterstücke und bilden den Abschluss eines Londoner Programms im vierten Sinfoniekonzert. Zuvor hatten über zweihundert Jahre hinweg Künstler aus dem europäischen Ausland das Londoner Musikleben dominiert. Der bekannteste unter ihnen ist Georg Friedrich Händel, der über vierzig Jahre in London lebte und dort bis heute als ›britischer‹ Komponist verehrt wird. Mit seinen Concerti Grossi schrieb er Meisterwerke der spätbarocken Instrumentalmusik, die für die Anfänge eines öffentlichen Konzertlebens im London des 18. Jahrhunderts stehen. Dieses wurde eine Generation nach Händel wiederum von einem Deutschen dominiert: Johann Christian Bach, der jüngste Sohn des großen Thomaskantors, war über Jahre hinweg der erfolgreichste Konzertveranstalter Londons – und zugleich ein Komponist europäischen Ranges. Ihn lernte der achtjährige Wolfgang Amadeus Mozart 1764 auf seiner Londoner Reise kennen und empfing wichtige Impulse für seine künstlerische Entwicklung. Eine Frucht jener Londoner Jahre ist die frühe Londoner Sinfonie Nr. 2 in D-Dur, KV 19.
Die musikalische Leitung des Konzerts liegt in den Händen des renommierten britischen Dirigenten Alun Francis, der in den letzten Jahrzehnten neben Verpflichtungen als Chefdirigent in Europa, Australien, dem Iran und den USA die Position des Chefdirigenten und künstlerischen Leiters des Orquesta Filarmónica de la UNAM (OFUNAM) in Mexico City bekleidete.

Dirigent: Alun Francis

3., 4. und 5. Februar 2013
Großes Haus