3. Sinfoniekonzert

Tod und Verklärung

Gustav Mahler * Totenfeier; Frühfassung (1888) des ersten Satzes der Sinfonie Nr. 2 c-Moll
Richard Strauss * Vier letzte Lieder
Richard Strauss * Tod und Verklärung, op. 24

In ihrer Musik findet sich wenig Gemeinsames, doch privat verband Richard Strauss und Gustav Mahler über teilweise grundlegend andere künstlerische Auffassungen hinweg eine fast 30-jährige Freundschaft bis hin zu Mahlers Tod im Jahr 1911. Kennengelernt hatten sie sich 1887, beide am Anfang einer glanzvollen Karriere als Dirigent und zugleich mit großen kompositorischen Aufgaben beschäftigt: Mahler arbeitete gerade an einer sinfonischen Dichtung namens Totenfeier – in einer späteren Fassung sollte das Stück zum Kopfsatz seiner zweiten Sinfonie werden. Strauss hatte mit Aus Italien sein erstes bedeutendes Orchesterwerk vollendet und begann wenig später mit der Komposition seiner ersten sinfonischen Dichtungen Macbeth, Don Juan und Tod und Verklärung.
Letztere zeichnet zwar programmatisch Krankheit und Sterben eines Künstlerhelden und seine erst nach dem Tod mögliche Vollendung nach – doch wie anders klingt es, wenn der über 80jährige Strauss eines der Themen aus Tod und Verklärung in seinen Vier letzten Liedern zitiert, am Ende eines langen Komponistenlebens und nach der Erfahrung von Revolution, Weimarer Republik und Nazidiktatur sowie zwei Weltkriegen.
Als Solistin dieses Konzerts am Volkstrauertag konnte mit Christiane Oelze ein gefragter Star des internationalen Musikbetriebs gewonnen werden, der regelmäßig mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Riccardo Chailly, Pierre Boulez oder Nikolaus Harnoncourt und Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden oder dem Gewandhausorchester Leipzig zusammenarbeitet.

Dirigent: Roger Epple
Solistin: Christiane Oelze (Sopran)

18., 19. und 20. November 2012
Großes Haus