1. Sinfoniekonzert

Geliebte Muse

Franz Schreker * Vorspiel zu der Oper Die Gezeichneten
Alma Mahler * Sieben Lieder
Gustav Mahler * Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Mit Gustav Mahler steht eine der ganz großen Komponistenpersönlichkeiten der Musikgeschichte im Mittelpunkt der Konzertsaison 2012.2013. Am Ende einer Epoche und zugleich an der Schwelle zu einer neuen Zeit ist seine Musik Abschluss, Höhepunkt und Aufbruch in einem und bildet einen Kosmos, der auf vielfältige Art und Weise in Beziehung zu seiner Zeit, seinem persönlichen und künstlerischen Umfeld und den nachfolgenden Komponistengenerationen steht.
Im ersten Konzert der Saison bildet Mahlers leidenschaftliche Liebe zu seiner Frau Alma den Ausgangspunkt des Programms. Im Sommer 1901 hatte Mahler Alma Schindler kennen und lieben gelernt. In jener Zeit entstand mit dem Adagietto der fünften Sinfonie die bis heute wohl populärste Komposition Gustav Mahlers – und zugleich eine musikalische Liebeserklärung an Alma: Ohne weitere Worte sandte Mahler ihr das Manuskript des Satzes zu und erhielt darauf die Antwort, dass seine Liebe erwidert werde.
Alma war selbst eine begabte Komponistin. Nach der Eheschließung mit Mahler gab sie aber auf dessen Wunsch hin das Komponieren auf. Erst 1910 unterstützte er, nach einer schweren Ehekrise, die Veröffentlichung einiger ihrer noch vor der Hochzeit komponierten Klavierlieder; weitere Lieder wurden nach Mahlers Tod publiziert. Sieben dieser Lieder erklingen in der Orchestration von Colin und David Matthews.
Eröffnet wird das Programm durch das Vorspiel zu der Oper Die Gezeichneten von Franz Schreker. Dieser Zeitgenosse Mahlers wurde zu Lebzeiten als Opernkomponist gefeiert, geriet dann aber fast in Vergessenheit und erlebt erst in den letzten Jahren eine Renaissance. Auch Schreker verband eine heftige, wenngleich kurze Liebesbeziehung zu Alma – im Jahr 1911, kurz nach Mahlers Tod.

Dirigent: Roger Epple

Solistin: Jordanka Milkova

So 16. und Mo 17. September 2012 in der Weser-Ems-Halle