Das Doppelte Lottchen

Ein Forschungsstück frei nach Erich Kästner (1949/ 2013)

ab 8 Jahren

Besetzung

Inszenierung: Sara Ostertag
Ausstattung: Birgit Kellner, Nanna Neudeck
Musik: Simon Dietersdorfer
Choreographie: Martina Rösler
Dramaturgie: Matthias Grön
Theaterpädagogik: Nicole Dietz, Hanna Puka

Mit: Juliana Djulgerova und Martina Rösler/ Kristina Gorjanowa

Vorstellungen

Mai: So 26., Di 28., Mi 29., Do 30., Fr 31.
Juni: So 2., Mo 3., Di 4., Do 6., Fr 7., So 9., Mi 19., Do 20., Fr 21., So 23. (zum letzten Mal in dieser Spielzeit)

Wiederaufnahme: So 22. September 2013

Mit hohem Anspruch und philosophischen Fragestellungen nach dem Ich und Du fordert Regisseurin Sara Ostertag das junge Publikum ordentlich heraus. Dass die 60 rasanten Minuten nicht kurzweilig werden, dafür sorgen Martina Rösler und Juliana Djulgerova, die sich akrobatisch in die Herzen der Zuschauer tanzen und tunen. Viel Applaus! (BILD Bremen)

In einem Ferienheim in Seebühl am Bühlsee lernen sich die zwei Mädchen Luise und Lotte kennen und stellen fest, dass sie einander zum Verwechseln ähneln. Bald finden sie heraus, dass diese Ähnlichkeit nicht zufällig ist, denn die beiden sind Zwillinge. Aber warum haben ihre Eltern sie voneinander getrennt und den Kindern nichts von ihrer Verwandtschaft erzählt? Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, entscheiden sich Luise und Lotte zu einer List und tauschen ihre Rollen: Luise fährt als Lotte zu ihrer bisher unbekannten Mutter nach München, während sich Lotte als Luise nach Wien zum Vater begibt ...

Das doppelte Lottchen gehört zu den schönsten Erzählungen von Erich Kästner, die seit Jahrzehnten die Phantasie von Kindern anregen. Die Vorstellung, dass irgendwo ein bisher unbekannter Zwilling existieren könnte, ist ebenso faszinierend wie unwahrscheinlich. Vor allem aber berührt sie die elementare Frage nach der Identität: Woher weiß ich, wer ich bin?

In der Inszenierung von Sara Ostertag und ihrem Team wird das Publikum bereits am Entstehungsprozess des Theaterprojektes beteiligt. Gemeinsam mit der Theaterpädagogik des Oldenburgischen Staatstheaters und Kindern im Alter von 10 bis 12 Jahren bildet die Regisseurin eine Forschergruppe, die untersuchen wird, wie das ›Ich‹ zum ›Ich‹ und das ›Du‹ zum ›Du‹ wird. Dabei kommen szenische Techniken zum Einsatz, die alltägliche Situationen in der Familie in Versuchsszenarien verwandeln. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen fließen in die Entwicklung eines multimedialen Stückes ein, in dem die Kinder sich wiedererkennen können.