Anna Karenina

Nach dem Roman von Leo Tolstoi (1875/78)

Bühnenfassung von Armin Petras (2008)

Besetzung

Inszenierung: Anna Bergmann
Bühne: Constanze Kümmel
Kostüme: Claudia González Espindola
Sounddesign: Heiko Schnurpel
Video: Sebastian Pircher (impulskontrolle)
Dramaturgie: Jörg Vorhaben

Anna Karenina: Eva Maria Pichler
Karenin: Gilbert Mieroph
Stefan: Alexey Kosarev
Dascha: Anna Steffens
Kitty: Kristina Gorjanowa
Lewin: Vincent Doddema
Wronski: Sebastian Herrmann
Serjosha (Puppe): Julia Giesbert

Klavier: Anorthe Eckert
Geige: Gabriella Paterson

Vorstellungen

So 25.03.12 (zum letzten Mal)

»Kurzweiliger und komischer, musikalischer und russischer geht es kaum.« (Nordwest-Zeitung)

»Große Bilder, große Gefühle, großes Staunen! Großer Applaus.« (BILD Bremen)

»Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie aber ist auf ihre Art unglücklich«, mit einem der berühmtesten Sätze der Weltliteratur beginnt Leo Tolstois großer Roman Anna Karenina. Tolstoi erzählt darin von gleich mehreren unglücklichen und glücklichen Familien und von den vielfältigen Versuchen, das vergängliche Gefühl der Liebe zu bewahren. Im Zentrum aber steht die kluge, schöne und liebenswerte Anna, die einen verzweifelten Kampf der Vernunft gegen Leidenschaft und Begehren verliert. Ihre Ehe mit Karenin zerbricht an Annas weltvergessener Liebe zu dem Offizier Graf Wronski. Doch diese große Leidenschaft scheitert schließlich an ihrer eigenen Wucht, an ihrem Anspruch auf Absolutheit. Anna geht zugrunde durch Eifersucht, Einsamkeit, Verzweiflung. In dem Roman glüht eine große, vor allem psychologische Tragödie, denn Anna Karenina verzweifelt mehr noch an ihren eigenen Selbstbezichtigungen und Gewissensqualen als an der Gesellschaft, die die Ehebrecherin durch Verachtung bestraft.

In Szene gesetzt wird Anna Karenina von Anna Bergmann, die zuletzt mit Breaking the Waves und Madama Butterfly am Oldenburgischen Staatstheater gezeigt hat, dass sie auch die ganz großen Gefühle nicht scheut. Sie inszenierte zuletzt am Thalia Theater Hamburg, am Maxim Gorki Theater Berlin, am Staatstheater Braunschweig und am Münchner Volkstheater.