Nachtwache (UA)

Ein Lamentoabend (2009) mit Musik von Claudio Monteverdi, Georg Friedrich Händel, Henry Purcell, György Ligeti, Radiohead u. A.

in italienischer und englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Besetzung

Musikalische Leitung: Olaf Wiegmann
Inszenierung: Niklaus Helbling
Bühne: Dirk Thiele
Kostüme: Victoria Behr
Dramaturgie: Johanna Wall
Prinzessin D.: Mareke Freudenberg
Wasserfrau: Barbara Schmidt-Gaden
Little Cesar: Magid El Bushra
Dr. Seneca: Andrey Valiguras
Jochen, der Pfleger: Johannes Geißer
Oldenburgisches Staatsorchester

Vorstellungen

Mi 07. 03.12 (zum letzten Mal)

»Sie sind zwar rar gesät, aber es gibt sie noch, die Theaterwunder, die Geist und Seele aufschließen. Solch ein kleines Wunder ist jetzt am Staatstheater Oldenburg zu bestaunen.« (Die Welt)

Das älteste Zeugnis einer Oper ist ein Lamento, ein Klagegesang: das Lamento d’Arianna aus der gleichnamigen Oper Claudio Monteverdis. Bis in die heutige Zeit finden sich Spuren dieser uralten Form in der Musik, egal ob Klassik oder Pop. Und die typische, seufzend-absteigende Basslinie rührt sanft an eine dunkle Seite in uns, heute wie vor fünfhundert Jahren.
Nachtwache bezeichnet jene Grauzone zwischen Nacht und Tag, die wir oft nur halbwach erleben. Der Schweizer Regisseur Niklaus Helbling erkundet in seinem szenisch-musikalischen Abend die Gefühle, die in jenen Stunden an die Oberfläche unseres Bewusstseins treiben – dann, wenn die Vernunft schläft und die Seele klagt.